Spekulatius und Plusminus, der Mathedrache
Tobias Goldfarb /
Milla Kerwien
Altersempfehlung: ab 6 Jahren- ISBN: 978-3-505-15289-4
- Erscheinungstermin: 24.02.2026
- Seiten: 62
- Verlag: Schneiderbuch
Covertext
Matildas Klasse hat einen Mathedrachen. Mit dem macht Rechnen richtig Spaß. Selbst wenn Plusminus eigentlich nur eine Handpuppe ist. Doch nach der Großen Pause ist der Mathedrache einfach verschwunden. Da könnte doch Spekulatius der neue Mathedrache werden! Aber Specki kann leider gar nicht gut rechnen. Er geht lieber auf die Suche nach Plusminus. Und macht auf dem Schulhof eine Entdeckung ...
Rezension
Die Geschichten von Spekulatius, dem Weihnachtsdrachen, sind mittlerweile allseits bekannt und beliebt. Nachdem Autor Tobias Goldfarb die Erzählungen thematisch erweitert hat (Ostern, Ferienzeit, Herbst) und sich nicht mehr ausschließlich auf weihnachtliche Inhalte bezieht, wurde Spekulatius nun auch für Erstleser*innen adaptiert. So können diese die Abenteuer des kleinen Drachen selbst lesend entdecken, denn die bisher erschienenen Bücher eignen sich für diese Altersgruppe eher zum Vorlesen.
Im vorliegenden, handlichen Hardcover (ca. A5-Format) begleiten wir Spekulatius dorthin, wo die kleinen Erstleserinnen gerade angekommen sind: in die Schule. An die unmittelbaren Erfahrungen der Kinder anknüpfend, sitzt der Drache gut versteckt im Schulranzen von Matilda im Mathematikunterricht. Wie alle Erstklässlerinnen lernt auch Matilda das Rechnen. Die Lehrerin bedient sich dabei einer Handpuppe namens Plusminus, die zufällig ebenfalls ein Drache ist. Als der Mathedrache jedoch plötzlich verschwindet, macht sich Specki auf die Suche. Ob er Plusminus findet und den Mathematikunterricht damit retten kann?
Bereits das Cover im Design karierten Papiers, kombiniert mit zahlreichen bekannten Schulmaterialien und natürlich den Protagonist*innen, gefällt mir sehr gut. Die zahlreichen farbigen Illustrationen von Milla Kerwien finden sich auf jeder Seite und holen die Kinder optisch direkt ins Klassenzimmer und den Schulalltag hinein. Durch die vielen Bilder wirkt die Geschichte lebendig; zugleich strukturieren sie den Text geschickt, sodass dieser nicht überfordert und in mehreren kleinen „Häppchen“ präsentiert wird. Auch Sprechblasen und wörtliche Rede sind vereinzelt integriert, wodurch die kleinen Lesenden diese Gestaltungselemente bereits kennenlernen können.
Die einzelnen Kapitel sind kurz, die Satzlängen an ein einfaches Leseniveau angepasst. Häufig erstrecken sich die Sätze lediglich über ein bis zwei Zeilen. Die Kinder sollten alle Buchstaben beziehungsweise Laute kennen, um das Buch selbstständig erlesen zu können.
Etwas anspruchsvoller gestaltet sich das Dekodieren der typischen „Specki-Sprache“, bei der die Selbstlaute a, o und u konsequent in ä, ö und ü umgewandelt werden. Diese sogenannten „Speckistaben“ werden zwar zu Beginn der Geschichte erläutert, dürften für ungeübte Leserinnen dennoch etwas schwieriger zu entschlüsseln sein. Für geübtere Erstleserinnen stellen sie hingegen eine willkommene Herausforderung dar.
Ich empfehle dieses Erstlesebuch allen, die Spekulatius bereits kennen und mögen oder gern in seine wunderbare Welt eintauchen möchten.
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