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Samstag, 14. März 2026

Romantasy mit Drama, Magie und Cliffhanger-Alarm

A Curse so Divine. Der Wunsch der uns zerreißt

Emily Bähr

  • Altersempfehlung: ab 14 Jahren
  • ISBN: 978-3-570-16742-7
  • Erscheinungstermin: 17.08.2025
  • Seiten: 576
  • Verlag: cbj

Covertext

Mit der Erkenntnis, dass sie die Welt in ewige Nacht getaucht haben, kehren Ligeia und Apsinthion an die Akademie zurück. Von ihren Schuldgefühlen erstickt, stößt Ligeia den Gott von sich und macht sich wie besessen daran, eine Lösung für den Fluch zu finden. Das Journal ihres Vaters führt sie schließlich auf eine heiße Spur – mitten hinein in das Königreich Euphon. Um endlich Antworten zu finden, lässt sie Apsinthion in der Letzten Stadt zurück. Doch in der goldenen Wüste wird ihr nicht nur bewusst, wie zerstörerisch der Fluch wirklich ist, sondern auch, dass sie einen weiteren riesigen Fehler begangen hat …
700 Jahre zuvor: Ein finsterer Gott schenkt der Königin der Menschen einen Wunsch, der den Untergang ihrer Welt bedeuten könnte …

Rezension 

A Curse so Divine – Der Wunsch, der uns zerreißt von Emily Bähr knüpft direkt an den ersten Band an und wirft Ligeia und Apsinthion mitten in das Chaos, das sie selbst ausgelöst haben. Die Welt steckt noch immer in ewiger Nacht, und plötzlich müssen beide damit klarkommen, dass ihr eigenes Handeln vielleicht mehr zerstört hat, als sie je wollten.

Ligeia wird von Schuldgefühlen ziemlich aufgefressen und stößt Apsinthion immer weiter von sich weg. Stattdessen stürzt sie sich obsessiv in die Suche nach einer Lösung für den Fluch. Ein Hinweis ihres verstorbenen Vaters führt sie schließlich in das geheimnisvolle Königreich Euphon und mitten in eine Welt aus goldener Wüste, alten Geheimnissen und neuen Gefahren.

Was ich an diesem Band besonders spannend fand: Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Während wir Ligeia in der Gegenwart begleiten, erfahren wir gleichzeitig mehr über eine Königin, die vor 700 Jahren mit einem einzigen Wunsch den Untergang ihrer Welt ausgelöst haben könnte. Diese Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart haben für mich richtig gut funktioniert, weil man Stück für Stück versteht, wie alles miteinander verbunden ist.

Der Fokus liegt klar auf Ligeia und Apsinthion und ihrem komplizierten Schicksal. Ihre Beziehung ist voller Spannung, Schuld und unausgesprochener Gefühle. Man merkt ständig dieses Knistern zwischen ihnen, auch wenn beide gerade eher Team „emotionale Katastrophe“ sind.

Zwischendurch gibt es zwar ein paar ruhigere Stellen, in denen die Spannung etwas nachlässt. Trotzdem konnte ich das Buch super schnell lesen, weil der Schreibstil total flüssig ist und man einfach wissen will, wie sich das alles auflöst.

Für mich fühlt sich dieser Band ein bisschen wie das große Setup für das Finale an. Es werden viele neue Geheimnisse aufgedeckt, aber gleichzeitig bleiben noch genug Fragen offen, damit man sofort Band 3 lesen will. Und genau das ist passiert: Ich brauche das Finale jetzt wirklich dringend. No joke. 😂

Für Euch gelesen und rezensiert

Kitty Myst

Dark Academia trifft düstere Fantasy

A Curse so Divine

Emily Bähr

  • Altersempfehlung: ab 14 Jahren
  • ISBN: 978-3-570-16741-0
  • Erscheinungstermin: 19.03.2025
  • Seiten: 576
  • Verlag: cbj

Covertext

Ligeia sucht schon ihr ganzes Leben lang nach einem Weg, ihr Land von dem Fluch der immerwährenden Nacht zu befreien. Als sie in den Tiefen ihrer zerfallenen Welt einen Gott erweckt, wittert sie ihre Chance, denn Apsinthion könnte ihr diesen Wunsch erfüllen. Allerdings hat er neben seinen Erinnerungen auch seine göttlichen Kräfte verloren. Um diese zurückzuerlangen, schreiben sich die beiden an der Akademie der Alten Kunst ein, wo sämtliches Wissen der Vergangenheit aufbewahrt wird.
Lange hat Ligeia darauf gewartet, in ihre Heimat zurückzukehren, aus der sie nach dem Tod ihres Vaters verbannt wurde. Jedoch ist die Akademie längst nicht mehr dieselbe und hält für sie nichts als Feindseligkeit bereit. Als kurz darauf auch noch ihr einziger Vertrauter verschwindet, ahnt sie, dass sie einen großen Fehler begangen hat und ihr Schicksal enger mit dem des herablassenden Gottes verwoben ist, als ihr lieb ist …

Rezension 

A Curse so Divine – Die Nacht, die uns verschlingt von Emily Bähr ist für mich eines dieser Fantasybücher, bei denen man ziemlich schnell merkt: Diese Welt fühlt sich irgendwie anders an als viele andere. Statt der üblichen Götter-Mythen erwartet uns hier eine düstere Welt, die von einem Fluch der ewigen Nacht beherrscht wird und in der Frauen nicht gerade willkommen sind, wenn es um Macht, Wissen oder Magie geht.

Im Mittelpunkt steht Ligeia, die schon ihr ganzes Leben nach einem Weg sucht, diesen Fluch zu brechen. Als sie in den Ruinen einer alten Stadt den Gott Apsinthion erweckt, scheint plötzlich alles möglich. Das Problem: Der Gott hat zwar seine Erinnerungen, aber kaum noch seine Kräfte. Um herauszufinden, was passiert ist, schreiben sich die beiden an der Akademie der Alten Kunst ein – ausgerechnet an dem Ort, an dem Ligeia nach dem Tod ihres Vaters eigentlich nicht mehr erwünscht ist.

Die Mischung aus Dark Academia und Fantasy hat mir richtig gut gefallen. Besonders spannend fand ich die Akademie mit ihren Bibliotheken, Artefakten und Geheimnissen. Gleichzeitig zeigt die Geschichte ziemlich deutlich, wie schwer es Ligeia als Frau hat, ernst genommen zu werden. Sie muss ständig beweisen, dass sie klug genug ist, um überhaupt dort zu studieren.

Die Beziehung zwischen Ligeia und Apsinthion beginnt mit viel Knistern und einer guten Portion Sarkasmus. Zwischendurch zieht sich die Handlung zwar etwas, und manche Wendungen waren für mich vorhersehbar. Trotzdem bleibt die Grundidee der Geschichte spannend – vor allem, weil nach und nach immer mehr Geheimnisse über die Götter und den Fluch ans Licht kommen.

Besonders das letzte Drittel hat mich dann wieder richtig gepackt. Der Cliffhanger macht definitiv neugierig auf den zweiten Band. Trotz kleiner Kritikpunkte hat mich das Buch also neugierig genug gemacht, um unbedingt wissen zu wollen, wie es weitergeht.

Für Euch gelesen und rezensiert

Kitty Myst

Dienstag, 11. November 2025

Für alle kleinen Fans von Gruselfiguren und Halloween

Kuno Klapper

Tina Schilp (Autor*in) 

Vera Kiegeland (Ill.) 


  • Altersempfehlung: ab 8 Jahren
  • ISBN: 978-3570182727
  • Erscheinungstermin: 18.09.2025
  • Seiten: 176
  • Verlag: cbj

Covertext

Kuno Klapper, das kleine Skelett, hat nicht mehr alle Knochen beisammen – seine linke Ferse ist weg! Und das ausgerechnet an seinem 100. Geburtstag, an dem nicht das kleinste Knöchelchen fehlen darf. Er ist wirklich ein Ober-Schussel. Doch dann melden auch andere Skelette Verluste. Geht etwa ein Knochendieb in Torfingen um? Zusammen mit dem geheimnisvollen Zombiemädchen Amy, dem nervigen Jonas und Schattenschurke Valentin beginnt eine abenteuerliche Suche im Reich der Untoten …

Rezension  

Der herbstliche Brauch rund um Halloween ist längst mit allerlei gruseligen Figuren wie Skeletten, Mumien, Zombies, Kürbissen und Hexen bei uns angekommen. Da passt das Kinderbuch „Kuno Klapper hat nicht alle Knochen zusammen“ von Autorin Tina Schilp mit seinem schaurig-frechen Cover thematisch sehr gut in die Jahreszeit.

Die Geschichte ist in zwölf Kapitel unterteilt und erzählt vom Skelett Kuno, das 100 Jahre alt wird und damit endlich als erwachsen gilt. Eine große Zeremonie soll stattfinden, doch ausgerechnet an diesem wichtigen Tag fehlt Kuno ein Knochen. Damit platzt die Veranstaltung, und das ganze Dorf ist enttäuscht. Doch auch anderen Skeletten kommen Knochen abhanden, sodass schnell klar wird: Hier ist ein Knochendieb am Werk!

Zusammen mit seinem Cousin Jonas, den Kuno eigentlich gar nicht gern mag, macht er sich auf die Suche nach dem vermeintlichen Dieb. Dabei lernen sie Amy, ein Zombiemädchen, und ihren Höhlenhund kennen, die ihnen gern beim Detektivspielen helfen. Gemeinsam nehmen sie es mit gefräßigen Kürbissen und kleinen Vampiren auf. Ob sie das Rätsel um die verschwundenen Knochen als Team lösen können?

Zunächst haben mir an dem Buch das farbenfrohe Cover und die niedlichen Illustrationen von Vera Kiegeland gefallen, die sehr gut gelungen sind und die Geschichte passend begleiten. Die gruseligen Zeitgenossen sind eher witzig als schaurig dargestellt, sodass sich Kinder nicht unnötig fürchten müssen. Dazu trägt auch das nahezu menschliche Verhalten der Figuren bei, wodurch sich die kleinen Leser:innen und Zuhörer:innen gut in die Geschichte einfühlen können.

Das Buch ist unterhaltsam, lustig und spannend. An einigen Stellen war es mir etwas zu eklig – zum Beispiel, als dem Ladenbesitzer der Schleim aus allen Poren tropfte oder Kuno und Jonas im Maul des Höhlenhundes landeten. Aber das ist Geschmackssache; mein kleiner Zuhörer war da weniger empfindlich.

Aus meiner Perspektive gibt es allerdings einen großen Kritikpunkt: Der Klappentext wirbt mit einem „locker gesetzten Text“. Ja, der Text ist locker und vermeintlich „cool“ geschrieben – ich finde ihn allerdings stellenweise zu umgangssprachlich und manchmal sogar unpassend. Da es um die alltägliche Sprache und den Ausdruck unserer Kinder und Jugendlichen aktuell nicht zum Besten bestellt ist, sollte ein Kinderbuch hier höhere Maßstäbe setzen und ein Vorbild sein. Formulierungen wie ein häufiges „Verdammt!“ oder „Bist du bescheuert?“ mag ich daher in keinem Kinderbuch gern lesen. Vielleicht kann der oder die Vorlesende an diesen Stellen etwas passendere Formulierungen wählen.

Die Länge der Kapitel eignet sich für selbstlesende Kinder ab etwa acht Jahren; vorgelesen werden kann die Geschichte in Etappen jedoch bereits ab circa sieben Jahren. Insgesamt empfehle ich das Buch allen kleinen Fans von Gruselfiguren und Halloween – sie kommen hier voll auf ihre Kosten. 🎃📖

Für Euch gelesen, zusammengefasst und empfohlen

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