Samstag, 5. September 2026

Eine düstere und spannende Fortsetzung

 The Experiment

Catherine Egan (Autor*in) 

  • Altersempfehlung: ab 12 Jahren
  • ISBN: 978-3-7373-7546-7
  • Erscheinungstermin: 29.07.2026
  • Seiten: 304
  • Verlag: Fischer Sauerländer

Covertext

Ein Wimpernschlag für Asher. Eine Ewigkeit für die Welt.

Asher öffnet die Augen. Für ihn ist seit der Explosion auf dem Dach der Factory nur ein Augenblick vergangen – doch für den Rest der Welt sind es zwanzig Jahre. Seine Familie ist alt geworden, seine Freunde sind erwachsen. Nur er ist immer noch dreizehn.

Asher ist gefangen in »TimeLabs«, einem glitzernden Hightech-Vergnügungspark, der das dunkelste Geheimnis der Welt verbirgt. Und die Chefin dieser schönen neuen Welt ist ausgerechnet Vi – das Mädchen, das er einst rettete. Jetzt steht sie auf der anderen Seite, und sie hütet ein Geheimnis, das gefährlicher ist als alles zuvor. In einer Zukunft voller Manipulation und totaler Überwachung muss Asher entscheiden: Ist Vi seine Rettung oder sein größter Feind?

Das emotionale Finale der Factory-Dilogie: Ein Kampf um Wahrheit, Freundschaft und die eigene Identität.

Rezension 

Schon The Factory – Es gibt kein Entkommen hat mich richtig gefesselt. Die Geschichte war spannend, düster und voller Geheimnisse. Deshalb habe ich sehnsüchtig auf die Fortsetzung gewartet. Mit The Experiment – Die Zeit kennt keine Gnade geht die Geschichte nun weiter und ich war sofort wieder mitten in dieser besonderen und beklemmenden Welt.

Auch diesmal werden die Jugendlichen mit Dingen konfrontiert, die weit über ihre bisherigen Erfahrungen hinausgehen. Die Factory und ihre Geheimnisse spielen weiterhin eine große Rolle, doch jetzt wird es noch gefährlicher. Besonders das Thema Zeit bringt eine ganz neue Spannung in die Geschichte. Vergangenheit und Gegenwart scheinen immer stärker miteinander verbunden zu sein und die Figuren müssen herausfinden, was wirklich passiert und wem sie überhaupt noch vertrauen können.

Mir haben vor allem die vielen Geheimnisse und unerwarteten Wendungen gefallen. Immer wenn ich dachte, ich hätte verstanden, worauf alles hinausläuft, kam wieder etwas, das mich überrascht hat. Auch die Entwicklung der Figuren fand ich spannend.

Ein paar Stellen hatten für mich zwar kleine Längen, trotzdem wollte ich unbedingt wissen, wie es weitergeht. Für mich ist The Experiment eine gelungene Fortsetzung, die das Niveau des ersten Bandes hält. Wer The Factory mochte, sollte sich diesen zweiten Teil auf keinen Fall entgehen lassen.

Für Euch gelesen und bewertet
 
Mondleserin

Samstag, 29. August 2026

Cowboys, Ranch Vibes und Found Family

Cash - Lucky River Ranch

Jessica Peterson

  • Altersempfehlung: ab 16 Jahren
  • ISBN: 978-3-551-58707-7
  • Erscheinungstermin: 01.07.2026
  • Seiten: 400
  • Verlag: COVE

Covertext

Mollie liebt ihr Leben in der Großstadt. Doch als ihr Vater, von dem sie sich schon lange entfremdet hat, plötzlich stirbt, zwingt sein Testament sie zurück in ihre alte Heimat. Um ihr Erbe antreten zu können, muss sie ein Jahr lang auf der Ranch ihres Vaters leben. Erst dann kann Mollie verkaufen und mit dem dringend benötigten Geld ihre Firma retten. Einziges Hindernis: Cash, der mürrische Vorarbeiter, der sie loswerden will – und mit jedem Streit ihr Herz zum Rasen bringt. Und was wie unüberbrückbare Gegensätze scheint, wird zu unwiderstehlicher Anziehung. Doch was, wenn das Jahr zu Ende geht?

Rezension 

Ich liebe Cowboy Romance und bei Cash war eigentlich schon nach wenigen Seiten klar, dass ich mich auf der Lucky River Ranch ziemlich wohlfühlen werde.

Mollie lebt eigentlich in der Großstadt und versucht dort, ihre eigene Schuhfirma zu retten. Als ihr Vater stirbt, zu dem sie schon lange kaum noch Kontakt hatte, muss sie zurück nach Texas. Denn sie erbt seine Ranch, allerdings nur unter einer Bedingung: Sie muss dort ein ganzes Jahr leben. Und natürlich wartet dort Cash auf sie. Er ist der Vorarbeiter der Ranch, ziemlich grumpy und überhaupt nicht begeistert davon, dass ausgerechnet Mollie plötzlich alles gehört.

Ich mochte die Dynamik zwischen den beiden von Anfang an. Mollie lässt sich von Cash überhaupt nichts gefallen und ihre Wortgefechte haben richtig Spaß gemacht. Gleichzeitig merkt man schnell, dass hinter beiden viel mehr steckt. Besonders Mollies Geschichte mit ihrem Vater hat mich berührt. Sie erfährt nach und nach mehr über sein Leben und muss damit klarkommen, dass viele Dinge zwischen ihnen für immer ungeklärt bleiben werden.

Auch Cash ist definitiv mehr als nur der grumpy Cowboy. Seine Liebe zur Ranch und seine Verbindung zu Mollies Vater erklären sehr gut, warum er anfangs so wütend auf sie reagiert.

Mein Highlight war aber die Found Family! Die Rivers-Brüder und die anderen Menschen auf der Ranch bringen so viel Wärme in die Geschichte, dass ich am liebsten selbst dort eingezogen wäre.

Nur beim Slow Burn muss ich ein bisschen meckern. Die Tension zwischen Mollie und Cash ist da und funktioniert für mich richtig gut, aber dann geht es plötzlich ziemlich schnell. Gerade weil ich ihre Neckereien so mochte, hätte ich diese Phase gern länger gehabt. Auch der Spice nimmt danach ziemlich viel Raum ein. Grundsätzlich mag ich Spice in Romance, aber hier hätte für mich etwas weniger sogar besser funktioniert.

Trotzdem hat mich Cash richtig gut unterhalten. Ranch Vibes, Cowboys, Found Family, Gefühle und zwei Charaktere, die ihren Platz im Leben neu finden müssen – yes please! Ich freue mich definitiv auf die nächsten Geschichten von der Lucky River Ranch.

Für Euch gelesen und rezensiert

Kitty Myst

Eine spannende, poetische und leicht philosophische Geschichte über Traurigkeit, Hoffnung und Zusammenhalt

Katzenmond

Antonia Michaelis

  • Altersempfehlung: ab 10 Jahren
  • ISBN: 978-3-7512-0789-8
  • Erscheinungstermin: 10.07.2026
  • Seiten: 320
  • Verlag: Oetinger

Covertext

Der 11-jährige Jeremias fährt mit seinen Eltern nach Griechenland ans Meer. Schon bald bemerkt er, dass die vielen wilden Katzen dort ihn beobachten. Der geheimnisvolle Junge Mond erzählt Jeremias von einer verschwundenen Tür, die einst in eine magische Nachtwelt führte, in der Katzen Dinge können, zu denen sie im echten Leben nicht fähig sind. Gemeinsam mit Mond, der schüchternen Nyx und einem Haufen streunender Katzen begibt sich Jeremias auf Spurensuche. Ist die Nachtwelt in Gefahr? Was hat es mit dem unheimlichen Schatten auf sich, der sie verfolgt? Und warum interessiert sich der Mann im silbernen Anzug so sehr für die rätselhafte Tür? Jeremias muss sich entscheiden, wie weit er gehen will, um die Nachtwelt zu retten.

Rezension 

Eigentlich ist Jeremias zusammen mit seinen Eltern in den Ferien nach Griechenland gefahren. Die Tage genießen und endlich wieder einmal ein wenig Zeit mit der Familie verbringen. Nur blöd, dass er dabei noch für die Schule lernen soll, da es heißt, er träume zu viel.

Doch auf der Insel angekommen, ist alles ganz anders. Ein geheimnisvoller Junge, ein Mann im silbernen Anzug und unendlich viele Katzen. Jeremias schlittert in das größte Abenteuer seines Lebens.

Warum ärgern die Kinder der Insel die streunenden Katzen? Warum weiß niemand, wo Mond, der geheimnisvolle Junge, der sich um die Katzen sorgt, herkommt? Und warum ist es dem Anzugmann so wichtig, alle echten Katzen durch seine seelenlosen mechanischen Katzen zu ersetzen? Jeremias weiß es nicht. Eines jedoch ist ganz klar: Es scheint, als würde der Urlaub auf gar keinen Fall langweilig werden. Stattdessen wird er zum größten Abenteuer seines bisherigen Lebens!

Wer die Bücher von Antonia Michaelis kennt, kennt auch ihren sanften, leicht poesieartigen Ton und weiß, wie sie oft auf gekonnte Weise die echte Welt mit der kleinen oder auch großen Magie der Natur und des Geheimnisvollen vermischt. Ich habe schon Das Blaubeerhaus von ihr gelesen und fand es damals wirklich gut. Jetzt habe ich also Katzenmond gelesen.

Das Buch vermittelt auf eine wunderschöne, sehr poetische, aber auch abenteuerliche Weise, was passieren kann, wenn sich Menschen auseinanderleben und ihre eigenen Wege gehen. Da wir die Geschichte aus der Sicht von Jeremias erleben, fühlt es sich immer ein wenig traurig an, wenn die „Schattenkatzen“ kommen. Schattenkatzen, die man nicht streicheln und an denen man nicht festhalten darf, da sie sonst immer größer werden. Es zeigt jedoch auch, dass man die Schattenkatzen besiegen kann, wenn man wieder Hoffnung und etwas findet, woran man glaubt.

Das Buch macht mehrere große Themen auf, unter anderem auch den Umgang mit Katzen auf solchen Inseln. Dort sind die vielen streunenden Katzen ein Problem, da sie sich so schnell vermehren wie bei uns die Mäuse. Dieses Buch zu lesen, hat mich nachdenklich und mitfühlend gemacht und auch sehr berührt.

Es wirft außerdem einen leicht kritischen Blick darauf, wie Medien in der heutigen Zeit echte Menschen und gemeinsame Unternehmungen ersetzen können und wie das mit dem Unglück, also dem Aufstieg der „Schattenkatzen“, zusammenhängt.

Mir hat das Buch auf jeden Fall sehr gefallen und ich kann es jedem empfehlen, der nachdenkliche, leicht philosophische Geschichten mag, die in ein spannendes Fantasyabenteuer verpackt sind. Empfehlen würde ich es ab etwa 10 bis 12 Jahren.

Für Euch gelesen, zusammengefasst und empfohlen

Henry Rumbelle

Eine düstere und spannende Fortsetzung

  The Experiment Catherine Egan  (Autor*in)  Altersempfehlung: ab 12 Jahren ISBN:  978-3-7373-7546-7 Erscheinungstermin: 29.07.2026 Seiten:...