Dienstag, 22. September 2026

Dunkelzone, ein Ort ohne Elektrizität und moderne Technik

DunkelZone

Vojtěch Matocha

  • Altersempfehlung: ab 11 Jahren
  • ISBN: 978-3-446-28489-0
  • Erscheinungstermin: 15.09.2026
  • Seiten: 288
  • Verlag: Carl Hanser

Covertext

Was steckt hinter der mysteriösen DunkelZone in Prag? Als an immer mehr Orten der Strom ausfällt und sich die rätselhafte DunkelZone auszudehnen beginnt, müssen Jirka und seine Freunde En und Tonda herausfinden, was los ist, bevor die Stadt vollständig in Finsternis versinkt. Ihre Suche führt sie in das Viertel Prašina, das wie eine düstere Insel inmitten der strahlenden Hauptstadt liegt. Hier funktioniert keine Elektrizität, es gibt weder Strom noch Empfang für Radios und Handys. Doch die Freunde sind nicht die Einzigen, die dem Geheimnis hinter der Dunkelheit auf der Spur sind. In den labyrinthischen Gassen der DunkelZone beginnt ein nervenaufreibender Wettlauf gegen die Zeit, bei dem die drei von skrupellosen Gegenspielern gejagt werden.

Rezension 

Jirka und seine Freunde leben in Prag. Dort führt eigentlich jeder ein normales Leben, doch plötzlich beginnen seltsame Dinge vor sich zu gehen. Mitten in der Stadt gibt es eine Zone, die jeder nur die Dunkelzone nennt. Dort gibt es keine Technik, keine Elektrizität, gar nichts. Seit jeher weiß Jirka, wie gefährlich es dort werden kann. Lebte seine Mama doch auch einmal in dieser Zone und sagte Jirka stets, er solle sich hüten, dorthin zu gehen. Die Leute dort würden keine Fremden mögen.

Leider ist Jirka gezwungen, genau das zu tun, als es so aussieht, als würden jegliche Elektrizität und Technik langsam den Geist aufgeben. Wenn Jirka und seine Freunde nichts unternehmen, wird bald die gesamte Stadt eine Dunkelzone sein. Angetrieben und geleitet von der Hilfe seines Großvaters versucht Jirka, der kommenden Katastrophe zu entgehen. Doch das ist nicht so einfach, denn nicht alle wollen die Stadt mit Technik am Laufen halten. Ein spannender Wettlauf mit der Zeit beginnt!

Das Buch Dunkelzone hat mir sofort gefallen. Der geheimnisvolle Ton, die Aufgaben, welche die Freunde lösen mussten, und die Spannung, herauszufinden, was es mit der eigentlichen Dunkelzone auf sich hat, waren ein Rätsel des Buches, das mich nahezu in seinen Bann zog.

Auch spielt das Buch mit einer wunderbaren Idee. Bestimmt können nicht alle Leute für den Fortschritt der Technik sein. Also was würde passieren, wenn sie sich eine Schutzzone ohne diesen Fortschritt einrichten? Wo sie leben können wie früher. Nun, genau das ist die Dunkelzone. Der Antagonist des Buches, Herr Houdra, möchte, dass die Welt in der Zeit der Dunkelzone weiterbestehen kann, ganz wie früher ohne die neue Technik. Dagegen stehen Jirka und seine Freunde, die dafür kämpfen, ihre gewohnte Welt der Technik wieder zum Laufen zu bringen.

Das Buch zeigt deutlich auf, dass Fortschritt gut ist, aber dass man auch daran denken sollte, was man dadurch vielleicht verliert. Es zeigt, dass man verantwortungsvoll damit umgehen sollte, was gerade im heutigen Zeitgeist, in dem Technik fast allgegenwärtig ist, eine wichtige Botschaft vermittelt.

Die Figuren des Buches haben mir gut gefallen. Jirka ist eher die treibende Kraft des Teams, während Em mit ihrer klugen Art für die Problemlösung zuständig ist.

Ich würde das Buch ab 12 oder 13 Jahren allen Lesern empfehlen, die abenteuerliche Geschichten mit Herz und Verstand mögen. Allerdings ist es ganz klar eine Geschichte, über die man hinterher nachdenkt. Ich kann nur eine ganz klare Empfehlung für das Buch geben, das sich auch einmal kritisch mit den Seiten des Fortschritts beschäftigt und aufzeigt, was man vielleicht verloren hat und dass man einen gesunden Mittelweg zwischen Fortschritt und alter Welt erhalten sollte. Eine ganz klare Leseempfehlung.

Für Euch gelesen, zusammengefasst und empfohlen

Henry Rumbelle

Eine lustige und zugleich nachdenkliche Geschichte für alle, die Tiere mögen

Tierisch diebisch

Sabrina Schmohl Nikolai Renger

  • Altersempfehlung: ab 8 Jahren
  • ISBN: 978-3-96129-559-3
  • Erscheinungstermin: 05.08.2026
  • Seiten: 176
  • Verlag: Karibu

Covertext

Achtung, die Straßentiere legen los!

Silberfuchs ist ein Marder, also ein Straßentier. Doch Straßentiere haben in Kronenberg nichts zu suchen, finden die menschlichen Einwohner der kleinen Stadt. Das sehen die Straßentiere aber ganz anders! Nachdem Silberfuchs vom Hausmeister der Kronenschule aus ihrem behaglichen Nest in der Fundkiste verjagt wurde, will das schlaue Marderweibchen nur eins: ihr Zuhause zurückerobern. Zum Glück trifft sie auf Schatten, eine superheldenhafte Ratte, und auf Taube, die keinen Namen, aber Angst vorm Fliegen hat. Gemeinsam hecken die drei Straßentiere einen Plan aus, doch dafür brauchen sie jede Menge Müllbeutel. Und die gibt es nur in den Häusern der Menschen. Mit vereinten Kräften begeben die drei Betonknacker sich auf eine tierisch diebische Mission

Rezension 

Silberfuchs, ein Marder, kann es nicht fassen. Plötzlich soll ihr gemütliches Zuhause, welches sie in der Kronenschule besitzt, einfach verschwinden. Warum? Weil die Schule eine Ungezieferplage ausgerufen hat, was leider auch Marder wie Silberfuchs mit einschließt. Doch einfach vertreiben lassen möchte Silberfuchs sich nicht. Nein, dafür ist sie ein viel zu cleverer Marder. Kurzerhand setzt die kleine Marderdame zu einem Gegenangriff an.

Zusammen mit einer Taube, die Angst hat zu fliegen, und einer Ratte, die sich für einen Superhelden hält, mischt sie die Kronenberger Stadt ordentlich auf. Und das müssen sie auch. Schließlich geht es darum, ein Zuhause zurückzuerobern, zumindest für Silberfuchs. Und als wäre das nicht schon schwer genug, muss sie auch noch eine Horde Wildschweine besänftigen, die ihr beim Angriff auf die Schule helfen sollen. Und das alles in nur wenigen Tagen, denn Hausmeister Schurz ist noch immer hinter ihr her. Ob Silberfuchs wohl am Ende ihr Ziel erreicht?

Das Buch Tierisch diebisch von Sabrina Schmohl hat mir sehr gut gefallen. Die ganze Geschichte um Silberfuchs ist wunderbar geschrieben und mit einem leichten, spaßigen Unterton versehen. Dennoch erzählt das Buch eine ernste Geschichte und zeigt auf, wie schwer es manche Tiere haben, die von den Menschen nur als Ungeziefer gesehen werden.

Dabei besitzt das Buch noch eine ordentliche Portion Humor, durch den das Lesen nie langweilig wird. Die Hauptcharaktere sind wunderschön in ihren Rollen ausgearbeitet und ergeben durch ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten eine herrlich witzige Mischung. Ihre Missgeschicke lockern das ernste Thema immer wieder ein wenig auf.

Ich persönlich kann das Buch nur jedem empfehlen, der gerne lustige, nachdenkliche Geschichten liest und ein Herz für Tiere hat. Empfehlen würde ich es ab etwa 8 Jahren.

Für Euch gelesen, zusammengefasst und empfohlen

Henry Rumbelle

Dienstag, 15. September 2026

Buch des Monats September


 

Hexen, Vampire, bekannte Klischees und Beziehungsdynamiken mit ACOTAR-Vibes

The Witch in the Dead of Night


Charlotte Buckley

  • Altersempfehlung: ab 16 Jahren
  • ISBN: 978-3-522-90029-4
  • Erscheinungstermin: 25.08.2026
  • Seiten: 496
  • Verlag: Loomlight

Covertext

Rezension 

The Witch in the Dead of the Night erzählt von Finn, einer der wenigen übrig geglaubten Hexen, die nun mithilfe des Vampirkönigs und des Vampirprinzen ihre Macht zurückerlangen soll. Sie tauscht die Rolle des Zimmermädchens gegen die einer persönlichen Beraterin ein und ihr Leben wird dadurch gehörig auf den Kopf gestellt.

Der Anfang war wirklich super. Man war direkt in der Geschichte drin und es war so catchy, dass man das Buch gar nicht wieder aus der Hand legen wollte.

Natürlich werden auch wieder Klischees bedient, aka: „Ich trinke von deinem Blut und du von meinem“ oder der Vampirprinz mit dem göttlichen Körper. Was ich aber gar nicht schlimm finde, weil ich genau aus diesen Gründen solche Bücher lese.

Auch die Beziehungsdynamiken mochte ich sehr. Stellenweise erinnerte es mich extrem an ACOTAR, was definitiv immer Pluspunkte gibt.

Jetzt kommen wir aber zum großen Aber: In der Mitte war es mir einfach zu langatmig. Fast 200 Seiten lang gab es immer wieder die gleichen magischen Versuche. Und auch das Ende war mir etwas zu flach, nachdem die Handlung vorher noch einmal so schön an Fahrt aufgenommen hatte.

Ich fand’s definitiv nicht schlecht, aber in Band 2 muss für mich noch mehr kommen.

Für Euch gelesen, rezensiert und empfohlen

Zeilenflüsterin / @plot.tweety

Ein spannender neuer Blick auf die Welt der Reihe mit Magie, alten Bekannten und einem neuen Protagonisten

Stadt der Brüder und Entführer Judith Mohr Altersempfehlung: ab 12 Jahren ISBN:  978-3-551-58717-6 Erscheinungstermin: 31....