- Altersempfehlung: ab 10 Jahren
- ISBN: 978-3-7512-0789-8
- Erscheinungstermin: 10.07.2026
- Seiten: 320
- Verlag: Oetinger
Covertext
Eigentlich ist Jeremias zusammen mit seinen Eltern in den Ferien nach Griechenland gefahren. Die Tage genießen und endlich wieder einmal ein wenig Zeit mit der Familie verbringen. Nur blöd, dass er dabei noch für die Schule lernen soll, da es heißt, er träume zu viel.
Doch auf der Insel angekommen, ist alles ganz anders. Ein geheimnisvoller Junge, ein Mann im silbernen Anzug und unendlich viele Katzen. Jeremias schlittert in das größte Abenteuer seines Lebens.
Warum ärgern die Kinder der Insel die streunenden Katzen? Warum weiß niemand, wo Mond, der geheimnisvolle Junge, der sich um die Katzen sorgt, herkommt? Und warum ist es dem Anzugmann so wichtig, alle echten Katzen durch seine seelenlosen mechanischen Katzen zu ersetzen? Jeremias weiß es nicht. Eines jedoch ist ganz klar: Es scheint, als würde der Urlaub auf gar keinen Fall langweilig werden. Stattdessen wird er zum größten Abenteuer seines bisherigen Lebens!
Wer die Bücher von Antonia Michaelis kennt, kennt auch ihren sanften, leicht poesieartigen Ton und weiß, wie sie oft auf gekonnte Weise die echte Welt mit der kleinen oder auch großen Magie der Natur und des Geheimnisvollen vermischt. Ich habe schon Das Blaubeerhaus von ihr gelesen und fand es damals wirklich gut. Jetzt habe ich also Katzenmond gelesen.
Das Buch vermittelt auf eine wunderschöne, sehr poetische, aber auch abenteuerliche Weise, was passieren kann, wenn sich Menschen auseinanderleben und ihre eigenen Wege gehen. Da wir die Geschichte aus der Sicht von Jeremias erleben, fühlt es sich immer ein wenig traurig an, wenn die „Schattenkatzen“ kommen. Schattenkatzen, die man nicht streicheln und an denen man nicht festhalten darf, da sie sonst immer größer werden. Es zeigt jedoch auch, dass man die Schattenkatzen besiegen kann, wenn man wieder Hoffnung und etwas findet, woran man glaubt.
Das Buch macht mehrere große Themen auf, unter anderem auch den Umgang mit Katzen auf solchen Inseln. Dort sind die vielen streunenden Katzen ein Problem, da sie sich so schnell vermehren wie bei uns die Mäuse. Dieses Buch zu lesen, hat mich nachdenklich und mitfühlend gemacht und auch sehr berührt.
Es wirft außerdem einen leicht kritischen Blick darauf, wie Medien in der heutigen Zeit echte Menschen und gemeinsame Unternehmungen ersetzen können und wie das mit dem Unglück, also dem Aufstieg der „Schattenkatzen“, zusammenhängt.
Mir hat das Buch auf jeden Fall sehr gefallen und ich kann es jedem empfehlen, der nachdenkliche, leicht philosophische Geschichten mag, die in ein spannendes Fantasyabenteuer verpackt sind. Empfehlen würde ich es ab etwa 10 bis 12 Jahren.
Für Euch gelesen, zusammengefasst und empfohlen
Henry Rumbelle

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