Anna Dimitrova (Autor*in)
Schon nach wenigen Seiten wird klar, dass es hier nicht um Theorie geht, sondern um echte Gefühle. Es geht um Wut, Scham und Erschöpfung, aber auch um Stolz und Zusammenhalt. Die Autorin beschreibt Alltagssituationen, die viele kennen, über die aber selten gesprochen wird: das ständige Erklären der eigenen Herkunft oder das Gefühl, nie gut genug zu sein – egal, wie sehr man sich anpasst.
Besonders bewegend sind die Stellen, in denen deutlich wird, wie sehr Sprache verletzen kann. Das Wort „Kanak“, das häufig als Beleidigung benutzt wird, wird im Titel bewusst neu besetzt. Aus einem Schimpfwort wird ein Zeichen von Stärke.
„Kanak Kids“ liest sich stellenweise schwer, weil es ehrlich ist. Weil es keine einfachen Lösungen anbietet. Doch gerade diese Ehrlichkeit macht das Buch so stark. Es zwingt dazu hinzusehen, zuzuhören und Gefühle auszuhalten, die im Alltag oft verdrängt werden.
Dieses Buch ist eine Stimme für viele, die sonst nicht gehört werden. Es bleibt lange im Herzen, auch nachdem man die letzte Seite gelesen hat. Ich würde es Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren empfehlen, aber es lohnt sich ebenso für junge Erwachsene, denn die Themen Alltagsrassismus, Homosexualität, Freundschaft, Liebe und Selbstakzeptanz betreffen jedes Alter.
- Altersempfehlung: ab 12 Jahren
- ISBN: 978-3-03880-225-9
- Erscheinungstermin: 16.01.2025
- Seiten: 400
- Verlag: Arctis
Covertext
Rezension
„Kanak Kids“ ist ein Buch, das weh tut – und genau deshalb wichtig ist. Die Autorin erzählt von der siebzehnjährigen Dessislava, genannt Dessi oder Daisy, die in Deutschland aufgewachsen ist und sich trotzdem immer wieder fremd fühlen muss. Nicht, weil sie es ist, sondern weil man sie dazu macht.
Schon nach wenigen Seiten wird klar, dass es hier nicht um Theorie geht, sondern um echte Gefühle. Es geht um Wut, Scham und Erschöpfung, aber auch um Stolz und Zusammenhalt. Die Autorin beschreibt Alltagssituationen, die viele kennen, über die aber selten gesprochen wird: das ständige Erklären der eigenen Herkunft oder das Gefühl, nie gut genug zu sein – egal, wie sehr man sich anpasst.
Besonders bewegend sind die Stellen, in denen deutlich wird, wie sehr Sprache verletzen kann. Das Wort „Kanak“, das häufig als Beleidigung benutzt wird, wird im Titel bewusst neu besetzt. Aus einem Schimpfwort wird ein Zeichen von Stärke.
„Kanak Kids“ liest sich stellenweise schwer, weil es ehrlich ist. Weil es keine einfachen Lösungen anbietet. Doch gerade diese Ehrlichkeit macht das Buch so stark. Es zwingt dazu hinzusehen, zuzuhören und Gefühle auszuhalten, die im Alltag oft verdrängt werden.
Dieses Buch ist eine Stimme für viele, die sonst nicht gehört werden. Es bleibt lange im Herzen, auch nachdem man die letzte Seite gelesen hat. Ich würde es Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren empfehlen, aber es lohnt sich ebenso für junge Erwachsene, denn die Themen Alltagsrassismus, Homosexualität, Freundschaft, Liebe und Selbstakzeptanz betreffen jedes Alter.
Für Euch gelesen und rezensiert
Anna

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