- Altersempfehlung: ab 12 Jahren
- ISBN: 978-3-7373-7547-4
- Erscheinungstermin: 26.01.2026
- Seiten: 352
- Verlag: Fischer Sauerländer
Covertext
Im Mittelpunkt steht der Junge Asher, der es im Leben nicht besonders leicht hat. In der Schule wird er gemobbt und auch zu Hause ist die Situation nicht gerade einfach. Als er die Möglichkeit bekommt, bei einem Projekt in einer sogenannten „Factory“ mitzumachen, klingt das für ihn erstmal wie eine große Chance. Dort soll angeblich an einer neuen Energiequelle geforscht werden, und die Jugendlichen, die teilnehmen, bekommen sogar Geld dafür. Für Asher ist das natürlich ein guter Grund mitzumachen.
Allerdengs merkt man als Leser relativ schnell, dass mit dieser Factory irgendetwas nicht stimmt. Alles wirkt sehr streng organisiert, die Jugendlichen müssen hart arbeiten und niemand erklärt ihnen wirklich, was genau dort eigentlich passiert. Es handelt sich aber nicht um Arbeiten im eingebrochen Sinne, sondern um eine wirklich ekelig glibbrige Angelegenheit. Diese Stimmung fand ich beim Lesen teilweise richtig unheimlich. Man merkt einfach, dass etwas verheimlicht wird.
Was mir gut gefallen hat, ist die Entwicklung von Asher. Am Anfang wirkt er eher unsicher und ziemlich allein. Aber mit der Zeit lernt er andere Jugendliche kennen, die in einer ähnlichen Situation sind, und langsam entsteht so etwas wie Freundschaft und Zusammenhalt. Gerade das fand ich schön zu lesen, weil es zeigt, dass man auch in schwierigen Situationen nicht komplett allein sein muss.
Der Schreibstil von Catherine Egan ist angenehm einfach und sehr flüssig. Ich konnte das Buch ziemlich schnell lesen, weil die Kapitel nicht zu lang sind und immer wieder etwas passiert, das neugierig macht.
Natürlich ist die Geschichte stellenweise ein bisschen vorhersehbar, und manche Dinge werden nicht sofort komplett erklärt. Aber mich hat das beim Lesen gar nicht so gestört, weil genau das auch Spannung erzeugt.
Alles in allem fand ich „The Factory“ wirklich spannend und interessant. Es ist nicht nur eine Geschichte über ein geheimnisvolles Projekt, sondern auch über Mut, Freundschaft und darüber, Dinge zu hinterfragen. Für mich war es auf jeden Fall ein Buch, das sich gut lesen lässt und Lust darauf macht, weiter in dieser Reihe zu lesen.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen