- Altersempfehlung: ab 12 Jahren
- ISBN: 978-3-95854-247-1
- Erscheinungstermin: 16.01.2025
- Seiten: 240
- Verlag: Mixtvision
Covertext
Der Roman „Freak City“ behandelt ein wichtiges Thema: das Leben mit Gehörlosigkeit. Die Geschichte wird aus der Sicht des sechzehnjährigen Mika erzählt. Positiv ist, dass das Buch jungen Lesern einen ersten Einblick in die Welt gehörloser Menschen gibt und zu mehr Verständnis beitragen kann. Auch die Darstellung von Kommunikationsproblemen und Vorurteilen ist grundsätzlich sinnvoll.
Trotzdem nutzt der Roman sein Potenzial nicht vollständig. Mika wirkt oft oberflächlich und denkt wenig über sein Verhalten nach. Seine Reaktionen wiederholen sich häufig und erscheinen klischeehaft, wodurch es schwerfällt, eine enge Beziehung zu ihm aufzubauen. Die Liebesgeschichte zwischen Mika und Lea ist sehr vorhersehbar und teilweise unrealistisch. Sie macht die Handlung zwar lebendiger, bleibt aber insgesamt flach.
Die gehörlose Welt wird zwar erklärt, aber nicht immer differenziert dargestellt. Einige Szenen wirken zu einfach oder belehrend, sodass die Geschichte an Natürlichkeit verliert. Der Schreibstil ist einfach und leicht zu verstehen, was für jüngere Leser positiv ist. Gleichzeitig ist er oft monoton, da sich viele Szenen ähneln. Für ältere Leser kann das Buch deshalb schnell langweilig werden.
Insgesamt ist „Freak City“ thematisch wichtig, zeigt aber Schwächen bei den Figuren und der Handlung. Der Roman hinterlässt einen gemischten Eindruck mit positiven, aber auch deutlichen kritischen Punkten. Ich empfehle dieses Buch Jugendlichen im Alter von 12 bis 16 Jahren.
Für Euch gelesen und rezensiert

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