Samstag, 14. März 2026

Dark Academia trifft düstere Fantasy

A Curse so Divine

Emily Bähr

  • Altersempfehlung: ab 14 Jahren
  • ISBN: 978-3-570-16741-0
  • Erscheinungstermin: 19.03.2025
  • Seiten: 576
  • Verlag: cbj

Covertext

Ligeia sucht schon ihr ganzes Leben lang nach einem Weg, ihr Land von dem Fluch der immerwährenden Nacht zu befreien. Als sie in den Tiefen ihrer zerfallenen Welt einen Gott erweckt, wittert sie ihre Chance, denn Apsinthion könnte ihr diesen Wunsch erfüllen. Allerdings hat er neben seinen Erinnerungen auch seine göttlichen Kräfte verloren. Um diese zurückzuerlangen, schreiben sich die beiden an der Akademie der Alten Kunst ein, wo sämtliches Wissen der Vergangenheit aufbewahrt wird.
Lange hat Ligeia darauf gewartet, in ihre Heimat zurückzukehren, aus der sie nach dem Tod ihres Vaters verbannt wurde. Jedoch ist die Akademie längst nicht mehr dieselbe und hält für sie nichts als Feindseligkeit bereit. Als kurz darauf auch noch ihr einziger Vertrauter verschwindet, ahnt sie, dass sie einen großen Fehler begangen hat und ihr Schicksal enger mit dem des herablassenden Gottes verwoben ist, als ihr lieb ist …

Rezension 

A Curse so Divine – Die Nacht, die uns verschlingt von Emily Bähr ist für mich eines dieser Fantasybücher, bei denen man ziemlich schnell merkt: Diese Welt fühlt sich irgendwie anders an als viele andere. Statt der üblichen Götter-Mythen erwartet uns hier eine düstere Welt, die von einem Fluch der ewigen Nacht beherrscht wird und in der Frauen nicht gerade willkommen sind, wenn es um Macht, Wissen oder Magie geht.

Im Mittelpunkt steht Ligeia, die schon ihr ganzes Leben nach einem Weg sucht, diesen Fluch zu brechen. Als sie in den Ruinen einer alten Stadt den Gott Apsinthion erweckt, scheint plötzlich alles möglich. Das Problem: Der Gott hat zwar seine Erinnerungen, aber kaum noch seine Kräfte. Um herauszufinden, was passiert ist, schreiben sich die beiden an der Akademie der Alten Kunst ein – ausgerechnet an dem Ort, an dem Ligeia nach dem Tod ihres Vaters eigentlich nicht mehr erwünscht ist.

Die Mischung aus Dark Academia und Fantasy hat mir richtig gut gefallen. Besonders spannend fand ich die Akademie mit ihren Bibliotheken, Artefakten und Geheimnissen. Gleichzeitig zeigt die Geschichte ziemlich deutlich, wie schwer es Ligeia als Frau hat, ernst genommen zu werden. Sie muss ständig beweisen, dass sie klug genug ist, um überhaupt dort zu studieren.

Die Beziehung zwischen Ligeia und Apsinthion beginnt mit viel Knistern und einer guten Portion Sarkasmus. Zwischendurch zieht sich die Handlung zwar etwas, und manche Wendungen waren für mich vorhersehbar. Trotzdem bleibt die Grundidee der Geschichte spannend – vor allem, weil nach und nach immer mehr Geheimnisse über die Götter und den Fluch ans Licht kommen.

Besonders das letzte Drittel hat mich dann wieder richtig gepackt. Der Cliffhanger macht definitiv neugierig auf den zweiten Band. Trotz kleiner Kritikpunkte hat mich das Buch also neugierig genug gemacht, um unbedingt wissen zu wollen, wie es weitergeht.

Für Euch gelesen und rezensiert

Kitty Myst

Märchenhaft, tragisch und am Ende bitterer als jede Torte

Star-Crossed Hearts

Marissa Meyer

  • Altersempfehlung: ab 14 Jahren
  • ISBN: 978-3-8458-6225-5
  • Erscheinungstermin: 26.09.2025
  • Seiten: 544
  • Verlag: arsEdition

Covertext

Lange bevor sie die Herzkönigin wurde, war Catherine Pinkerton nur ein Mädchen, das sich verlieben wollte. 

Eine Bäckerei und die große Liebe das sind Caths größte Träume.Aber ihre Eltern haben anderes mit ihr vor: Sie wollen ihre Tochter mit dem Herzkönig verheiraten. Als Cath auf dem königlichen Ball dann auf Jest, dengut aussehenden und geheimnisvollen Hofnarren trifft, weiß sie, dass sie den König nie lieben könnte. Catherine ist entschlossen, ihr eigenes Schicksal zu bestimmen und sich nach ihren Vorstellungen zu verlieben. Doch in einem Land voller Magie, Wahnsinn und Ungeheuer hat das Schicksal andere Pläne ...

Rezension 

Mit Star-Crossed Hearts liefert Marissa Meyer eine märchenhafte Neuerzählung rund um die spätere Herzkönigin. Es ist inspiriert von Alice im Wunderland. Im Mittelpunkt steht Catherine Pinkerton, die eigentlich viel lieber backen als regieren würde. Während ihre Eltern sie strategisch mit dem Herzkönig verkuppeln wollen, träumt sie von Liebe, Freiheit und einem Leben jenseits höfischer Spielregeln.

Der Stil ist detailverliebt, verspielt und wunderbar wundersam, leider manchmal aber auch so ausladend, dass die Handlung eher schleicht als rennt. Viel passiert im Inneren: Catherine schwankt zwischen Pflichtgefühl und dem Wunsch nach Selbstbestimmung. Ihre Entwicklung zur Herzkönigin wird vorbereitet, wirkt jedoch lange eher fremdbestimmt als kraftvoll.

Auch die Liebesgeschichte mit Hofnarr Jest bleibt etwas blass. Man versteht, dass es groß und tragisch sein soll, fühlt es aber nicht immer komplett.

Erst im letzten Drittel zieht das Tempo an: Konflikte eskalieren, Entscheidungen fallen, und plötzlich bekommt die Geschichte die emotionale Wucht, die man sich früher gewünscht hätte. Das Ende? Düster, konsequent und ziemlich stark.

Als atmosphärische Ursprungsgeschichte funktioniert der Roman besser als als große Lovestory. Er ist schön erzählt, aber nicht ganz so herzzerreißend wie erwartet. 💔✨

Für Euch gelesen und rezensiert

Kitty Myst

Spannung bis zum Schluss

Beth is dead Katie Bernet   (Autor*in) Altersempfehlung: ab 14 Jahren ISBN: 978-3-423-74132-3 Ersche...