Mittwoch, 7. Januar 2026

Ein Buch, dass lange gedanklich beschäftigt

The Glass Girl

Kathleen Glasgow (Autor*in)

  • Altersempfehlung: ab 14 Jahren
  • ISBN: 978-3-8458-5690-2
  • Erscheinungstermin: 26.02.2025
  • Seiten:528
  • Verlag: FISCHER Sauerländer

Covertext

Rezension 

The Glass Girl war jetzt schon mein drittes Buch der Autorin und es behandelt wieder sehr ernste Themen. Wie Kathleen Glasgow ihre Bücher schreibt war wirklich ein wertvolles Leseerlebnis. Mir gefällt der Schreibstil, und ich kann ihn gar nicht richtig in Worte fassen. Er hat auf jeden Fall einen Wiedererkennungswert und lässt einen auf eine besondere Weise das Leben der Hauptfiguren begleiten. Ich bin dankbar, Bellas Geschichte erlebt zu haben. Das Gefühl, in fremde Welten und Erfahrungen einzutauchen und Dinge mitzufühlen, die einem nie im eigenen Leben passiert sind, ist wohl schwer zu erklären. Neue Dinge mit und durch die Protagonisten von Büchern hautnah mitzufühlen, ist genau das was Lesen für mich ausmacht.

Ich kenne sehr viele Kinder, deren Eltern getrennt sind und die dadurch eine schwere Zeit durchgemacht haben. Durch The Glass Girl konnte ich nochmal viel tiefer in diese Erfahrung eintauchen. Auch wenn ich die Alkoholsucht von Bella nicht selbst erlebt habe, war es eine wertvolle Erfahrung darüber zu lesen. Diese Sucht ist eine, die man fast überall in unsere Gesellschaft und in unserem Umfeld findet. Ich hoffe die Zeit mitzuerleben, in der Alkohol nicht so sehr normalisiert ist, denn auch wenn viele in Maßen trinken, ist und bleibt es eine Droge.

Ich kann dieses und auch andere Bücher der Autorin nur empfehlen. Mich haben alle sehr mitgenommen, und die Bücher haben mich noch lange gedanklich beschäftigt.

Für Euch gelesen, rezensiert und empfohlen

Ari Bathys

Dienstag, 6. Januar 2026

Ein anspruchsvolles, emotional dichtes Jugendbuch

Please unfollow

Basma Hallak (Autor*in) 

  • Altersempfehlung: ab 14 Jahren
  • ISBN: 978-3038802235
  • Erscheinungstermin: 08.10.2025
  • Seiten: 418
  • Verlag: Arctis

Covertext

Die siebzehnjährige Sherry landet in einem Camp für straffällige Jugendliche – nach einer Tat, die ihr ganzes Leben auf den Kopf gestellt hat. Zunächst genießt sie es, an einem Ort zu sein, an dem niemand ihre Vergangenheit kennt, denn online ist ihr Leben ein offenes Buch: Seit dem Tag ihrer Adoption haben Sherrys Eltern jede Einzelheit aus ihrem Leben mit einem Millionenpublikum auf Youtube geteilt. Egal, wie es Sherry ging, egal, wo ihre Bilder und Videos anschließend landeten, die Follower durften nicht enttäuscht werden. Hier, in dem Camp mitten in der Sächsischen Schweiz, hat sie endlich das Gefühl, sie selbst sein zu können und nicht performen zu müssen. Als Sherrys neue Clique jedoch von ihrem Geheimnis erfährt, droht ihr Leben erneut in Flammen aufzugehen.

Rezension 

„Please Unfollow“ von Basma Hallak ist ein eindringliches Jugendbuch, das sich intensiv mit Social Media, Selbstakzeptanz und dem enormen Druck digitaler Dauerpräsenz auseinandersetzt. Der Roman ist in zwei Erzählsträngen angelegt und beginnt in medias res. Im Zentrum steht die Jugendliche Sherezade (Sherry) White, die sich in einem Camp für straffällige Jugendliche in der Sächsischen Schweiz befindet. Lange bleibt unklar, warum sie in dieses Programm geraten ist. Zwar spricht Sherry immer wieder in sehr negativen Begriffen über ihr Fehlverhalten, vergleicht sich dabei jedoch fortwährend mit den anderen Jugendlichen und relativiert ihre eigene Tat.

Sherry stammt aus einer Familie, die ihr gesamtes Leben auf einem YouTube-Kanal öffentlich gemacht hat. „The Whites“ teilen private Momente kompromisslos mit der Öffentlichkeit und liefern Hatern wie Fans gleichermaßen Inhalte, ohne die Grenzen der Privatsphäre ihres Kindes zu reflektieren. Views, Likes und bezahlte Kooperationen stehen stets im Vordergrund, während Sherrys emotionale Bedürfnisse kaum Beachtung finden. Zusätzlich erfährt man, dass Sherry adoptiert ist und von ihren Eltern mit einem permanenten Gefühl der Dankbarkeit konfrontiert wird – ein subtiler Druck, der sie bis in die Jugend begleitet und schließlich in einer extremen Handlung gipfelt.

Der chronologisch erzählte Handlungsstrang schildert Sherrys Alltag im Camp und zeigt, wie sie langsam lernt, sich anderen Jugendlichen zu öffnen und sich mit ihren Traumata auseinanderzusetzen. Der zweite Erzählstrang besteht aus der Darstellung des YouTube-Kanals der Familie, inklusive hasserfüllter und entmenschlichender Kommentare aus der Community. Beide Ebenen ergänzen sich wirkungsvoll und machen die zerstörerische Dynamik digitaler Öffentlichkeit sichtbar.

Zentrale Themen des Romans sind Freundschaft, Liebe, Selbstakzeptanz, Hass, Oversharing im Netz sowie die Normalisierung von Therapie als Weg zur Verarbeitung von Traumata. „Please Unfollow“ ist ein anspruchsvolles, emotional dichtes Jugendbuch, das ich Jugendlichen im Alter von etwa 15 bis 18 Jahren empfehle.

 Für Euch gelesen und rezensiert 
 
 Anna

Freitag, 2. Januar 2026

Angemessene Aufbereitung historischer Ereignisse

Trümmerkinder

Frank Schwieger(Autor*in) 


  • Altersempfehlung: ab 10 Jahren
  • ISBN: 978-3423765930
  • Erscheinungstermin: 13.11.2025
  • Seiten: 224
  • Verlag: dtv

Covertext

Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg hat Millionen Menschen geprägt und wirkt in vielen Familien bis heute nach. Kinder interessieren sich für die Zeit, über die ihre Großeltern und Urgroßeltern erzählen. Dieses Buch lässt die, für die Entwicklungen in Deutschland und Europa so wichtige, Nachkriegszeit lebendig und greifbar werden. Sieben Mädchen und Jungen erzählen von ihren Erlebnissen während der Jahre 1945 bis 1954, von Flucht und Vertreibung, von Hunger und Kälte, von Wohnungsnot und Kohlenklau, von den Hamsterfahrten der Mutter und dem Verlust des Vaters, von Schwarzmärkten und Zigaretten als Zahlungsmittel, von der Luftbrücke und der Fußballweltmeisterschaft. 

Rezension  

Die angemessene Aufbereitung historischer Ereignisse, die für Kinder schwer greifbar sind und aus erwachsener Perspektive betrachtet sogar verstörend wirken können, ist keine einfache Aufgabe. Der Autor Frank Schwieger hat sich dieser Herausforderung bereits mehrfach gestellt, unter anderem bei der Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus. In seinem neuen Buch „Trümmerkinder“ beleuchtet er nun die Epoche nach dem Zweiten Weltkrieg im Zeitraum von 1945 bis 1954.

Thematisiert werden unter anderem das unmittelbare Kriegsende, die Befreiung vom Nationalsozialismus, Flucht und Vertreibung, die unterschiedlichen Besatzungszonen, die Berliner Luftbrücke, die Aufstände von 1953 in der DDR sowie das Wunder von Bern. Die Leserinnen und Leser lernen sieben Kinder unterschiedlichen Alters aus verschiedenen Teilen Deutschlands kennen und erfahren, wie diese die Nachkriegszeit erlebt haben. Es handelt sich dabei um fiktive Geschichten, die jedoch eng an die historischen Geschehnisse angelehnt sind.

Die Kinder werden zu Beginn jeder Geschichte steckbriefartig vorgestellt, bevor sie aus der Ich-Perspektive von ihren Lebensumständen und Erfahrungen berichten. Der Schwerpunkt liegt klar auf dem Text; Illustrationen sind sparsam eingesetzt. Zu jeder Geschichte gehört jedoch ein ganzseitiges Bild, das eine besonders prägnante Szene visualisiert. Die Illustrationen von Friederike Ablang sind überwiegend in Schwarz-Weiß- und Grautönen mit roten Akzenten gehalten, wirken meist freundlich und sprechen Kinder an.

Im Anschluss an jede Erzählung findet sich eine zweiseitige Sachinformation zum jeweiligen historischen Schwerpunkt, der nochmals verständlich erläutert und mit Fotografien ergänzt wird. Insgesamt sind die Texte sehr gelungen, da Ereignisse und Erlebnisse sachlich dargestellt und nicht unnötig emotionalisiert werden. Aufgrund der Länge der Kapitel sowie der behandelten Themen wie Hunger, Flucht, Tod und Verlust – selbstverständlich altersgerecht formuliert – würde ich das Buch für Kinder ab etwa zehn Jahren empfehlen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, und es weckte bei vielen Kindern großes Interesse. Frank Schwieger gelingt es erneut, die traumatischen Ereignisse der Nachkriegszeit sensibel und kindgerecht aufzubereiten. Das Buch eignet sich sowohl für das Lesen zu Hause als auch für den Einsatz im pädagogischen Kontext, um diese Epoche, die Kindern häufig nur aus Erzählungen älterer Generationen bekannt ist, verständlich zu vermitteln. Ergänzend bietet der dtv Verlag umfangreiches, kostenfreies Unterrichtsmaterial zur weiteren Arbeit mit dem Buch an.

Für Euch gelesen, zusammengefasst und empfohlen

Eine spannende Reise in die Berge

Spekulatius und der Schneeriese

Tobias Goldfarb (Autor*in) 


  • Altersempfehlung: ab 5 Jahren
  • ISBN: 978-3505152887
  • Erscheinungstermin: 20.07.2025
  • Seiten: 192
  • Verlag: Schneiderbuch

Covertext

Juhuu! Mats und Matilda freuen sich auf ein Abenteuer in den Bergen. Ihr Onkel Urs hat sie eingeladen, die Adventszeit bei ihm auf seiner Berghütte zu verbringen. Spekulatius darf natürlich auch mit. In dem kleinen Bergdorf ist es wunderbar weihnachtlich, seit – wie jedes Jahr – der riesige Tannenbaum auf dem Marktplatz geschmückt wurde. Doch dann ist der Baum eines Morgens verschwunden, und große Tatzenabdrücke im Schnee verraten, dass offenbar der Schneeriese Gletschi den Baum gestohlen hat. Gibt es denn diesen Riesen wirklich, und was will er mit dem Weihnachtsbaum? Matilda, Mats und Spekulatius werden es herausfinden.

Rezension  

Auch in diesem Jahr warteten wir wieder gespannt auf ein neues Abenteuer von Spekulatius, dem Weihnachtsdrachen. In diesem nunmehr sechsten adventlichen Vorlesebuch mit 24 Kapiteln, das unabhängig von den bereits erschienenen Bänden gelesen werden kann, begleiten wir „Specki“ gemeinsam mit Mats und Matilda in die Berge.

Zu Beginn der Adventszeit, als Spekulatius bei seiner Menschenfamilie eintrifft, wird diese von Onkel Urs eingeladen. Er besitzt eine Hütte hoch im Gebirge, und rasch wird beschlossen: Dieses Jahr wird Weihnachten dort gefeiert. Alle freuen sich riesig und fühlen sich in der urigen, verschneiten Bergwelt bald pudelwohl. Vieles ist anders als zu Hause: Schneemassen, der Schlitten als Fortbewegungsmittel, Käsefondue und Germknödel, ein gemütliches Dorf und vor allem die geheimnisvolle Legende eines Schneeriesen begeistern Spekulatius und seine Freunde sofort.

Mats und Matilda besuchen die kleine Dorfschule und lernen viele neue Leute kennen. Am ersten Schultag wird traditionell der „große Wipfi“, der Tannenbaum des Dorfes, geschmückt, und den Kindern ist weihnachtlicher denn je zumute. Umso größer ist der Schreck, als der Wipfi eines Morgens verschwunden ist. Alles deutet darauf hin, dass Gletschi, der Schneeriese, ihn gestohlen hat. Sogar ein Monsterjäger kommt ins Dorf, um ihn zu finden. Für Mats, Matilda und Spekulatius ist klar: Das Geheimnis um Gletschi und den gestohlenen Baum muss gelöst werden, denn nur wenn der Wipfi wieder da ist, können die Dorfbewohner wirklich Weihnachten feiern. Inmitten der malerischen Bergkulisse beginnt eine abenteuerliche Suche.

Autor Tobias Goldfarb nimmt uns in diesem Advent mit auf eine spannende Reise in die Berge, die alles bereithält, was man sich von einer solchen Geschichte wünscht: typische Figuren mit Namen wie Resi oder Vroni, klassische Gerichte aus dem Alpenraum und winterliche Gemütlichkeit mit echtem Hüttencharme. Weihnachtliche Elemente wie Plätzchenbacken, Lieder singen und das Schmücken des Baumes werden stimmungsvoll eingeflochten und mit einer Prise geheimnisvoll-mystischer Legenden verfeinert.

Wie auch in den bisherigen Büchern greift die Handlung dabei dezent und kindgerecht auch ernstere Themen auf, etwa Massentourismus in den Bergen, den Schutz der Natur, das Leben im Gebirge und die Faszination alter Legenden. In den meist sechs bis acht Seiten langen Kapiteln gelingt es Goldfarb mit seinem erzählerischen, gut nachvollziehbaren Schreibstil, stets Lust auf das nächste Kapitel zu machen. Besonders amüsant für Kinder ist die typische Spekulatiussprache mit ihren zahlreichen Umlauten.

Die farbigen, einladenden Illustrationen von Milla Kerwien, die sich auf fast jeder Seite finden und Elemente des Textes aufgreifen, fügen sich wunderbar in die Geschichte ein und verbreiten eine rundum winterliche Stimmung. Ich kann dieses neue Spekulatius-Abenteuer allen Fans ab etwa sechs Jahren empfehlen – ebenso wie Kindern, die den kleinen Weihnachtsdrachen noch nicht kennen. Die Geschichte eignet sich nicht nur für gemütliche Leseabende zu Hause, sondern auch hervorragend zum Vorlesen in Schule oder Kita.

Für Euch gelesen, zusammengefasst und empfohlen

Witzige Geschichten mit außergewöhnlichen Charakteren

Grumpf vom Sumpf

Annette Moser (Autor*in) 

Nikolai Renger (Illustrator*in) 


  • Altersempfehlung: ab 4 Jahren
  • ISBN: 978-3551522269
  • Erscheinungstermin: 01.09.2025
  • Seiten: 80
  • Verlag: Carlsen

Covertext

Grumpf wohnt im, nun ja, Sumpf. Im Schlickschlack-Sumpf, um genau zu sein. Dort ist so schön schlickig und matschig und grünbrauntrüb.
Eigentlich ist Grumpfs Leben voll super: bisschen rülpsen, bisschen pupsen, bisschen alleine sein, bisschen Froschgequake anhören und das trübe Wetter genießen, was man halt so macht als Grumpf. Aber eines Morgens ist alles anders: Die Schmuddler, die Grumpf gewaltig auf den Keks gehen, aber für die schöne Matschebrühe sorgen, wollen Grumpf ärgern!  Zuerst versperren sie den Eingang zum Grumpfhaus mit jeder Menge Sumpfschrott und irgendwann – Grumpf kann es nicht fassen – hören sie auf zu schmuddeln.  
Der Sumpf ist mit einem Mal so eklig sauber. Das Wasser glitzert widerlich klar und statt seine Zehen in kaffeebraunem Matsch zu baden, muss Grumpf sie angewidert ins reinste Seewasser tunken, bäh! 
Der Sumpfchef braucht dringend Hilfe!
Zum Glück sind Sumpfhahn Ralle und der superschlaue Professor Nörgel, der Schmuddlerisch spricht, Grumpf da. Und die Freunde schaffen es tatsächlich das Problem zu lösen: Als Grumpf das endlich versteht, worum es den Schmuddlern wirklich geht, ist schnell alles wieder beim Alten:
Der grünbrauntrübe Schlickschlack-Sumpf ist der beste Ort, den Grumpf sich nur wünschen kann.  

Rezension  

Mit dem Grumpf hat Annette Moser eine grummelig-schmuddelige, aber durchaus sympathische und witzige Hauptfigur geschaffen. Der Grumpf verkörpert viele Eigenschaften, die ihn einerseits gemütlich und freundlich wirken lassen: Er liebt Ruhe und Entspannung, isst gern und mag den grünbraun-trüben Sumpf mit all seinen Bewohnern. Andererseits präsentiert er sich mürrisch, bestimmend und schnell aufbrausend. Gerade diese Mischung macht den Grumpf liebenswert, und sicher finden sich einige Kinder in ihm wieder. Ein kleines bisschen erinnert mich der Grumpf an die Fantasiefigur des Ogers, etwa an Shrek. Dessen Fans mögen den Grumpf auf jeden Fall.

Zur Handlung: In seiner schlammigen Sumpfruhe wird der Grumpf gestört. Die kleinen Schmuddler, die er nicht versteht und auch nicht so richtig leiden kann, nerven ihn in letzter Zeit sehr und packen sogar einen Haufen Sumpfschrott auf seine Terrasse. Jetzt reicht es dem Grumpf. Gemeinsam mit seinem Freund Ralle, dem Sumpfhahn, und den anderen Sumpfbewohnern will er den Schmuddlern zeigen, wer hier der Chef ist. Friedlich verhandeln kommt nicht infrage, dafür ist er zu sauer. Doch gerade als der Grumpf mit den Sumpfbewohnern den Schmuddlern entgegentreten will, erkennt er, dass sie gar keine bösen Absichten haben und für das Gleichgewicht im Sumpf sogar wichtig sind.

Diese Geschichte hat mich oft zum Schmunzeln gebracht, und auch mein kleiner Zuhörer im Grundschulalter hat schnell Gefallen an den Charakteren und der Handlung gefunden. Der lockere, humorvolle Schreibstil von Annette Moser passt sehr gut zur Geschichte und ermöglicht es der Autorin, der kindlichen Zuhörer- oder Leserschaft die Welt des Grumpfs und seiner Freunde bildhaft zu vermitteln. Besonders amüsant war die optisch hervorgehobene Sprache der Schmuddler, die sofort von der Zuhörerschaft kopiert wurde.

Die lustigen Illustrationen von Nikolai Renger ergänzen die Story perfekt und visualisieren die jeweils aktuellen Szenen. Auf jeder Doppelseite finden sich Bilder in verschiedenen Formaten, teilweise nehmen sie eine ganze Seite ein. Die Farbgebung in Grün- und Brauntönen passt optimal zum Sumpfthema, und vor allem das Cover mit den violetten Farbakzenten finde ich sehr gelungen. Der Aufbau der Geschichte ist für Kinder ab etwa fünf Jahren gut nachvollziehbar und mit einem leichten Spannungsbogen interessant gestaltet. Thematisch lässt sich das Buch sowohl im häuslichen als auch im pädagogischen Alltag gut einbinden, etwa wenn es um Konflikte und deren Lösung, Vorurteile oder in Ansätzen um demokratische Meinungsbildung geht. Ich empfehle das Buch gern allen, die witzige Geschichten mit außergewöhnlichen Charakteren und einer gut verpackten, positiven Botschaft mögen.

Für Euch gelesen, zusammengefasst und empfohlen

Thematisch wichtig

Freak City Kathrin Schrocke  (Autor*in)  Altersempfehlung: ab 12 Jahren ISBN:  978-3-95854-247-1 Erscheinungstermin: 16.01.2025 Seiten: 240...