- Altersempfehlung: ab 14 Jahren
- ISBN: 978-3-03880-097-2
- Erscheinungstermin: 12.03.2025
- Seiten: 400
- Verlag: Arctis
Covertext
„People Pleaser“ ist ein leises, aber ausdrückliches Buch über den Verlust der eigenen Identität im ständigen Bemühen, anderen zu gefallen. Im Zentrum steht Nina, die ihr Leben an Erwartungen ausrichtet, in der Familie, in Freundschaften und in der Liebe. Sie sagt Ja, obwohl sie Nein empfindet, und passt sich an, bis sie sich selbst kaum noch wahrnimmt.
Die Handlung folgt alltäglichen Zuständen und Entscheidungen, in denen Ninas Helfersyndrom zunehmend sichtbar wird; Momente der Überforderung, der Schuld und der inneren Leere prägen die Geschichte. Gerade diese Zurückhaltung verleiht dem Buch seine emotionale Wirkung und ermöglicht eine schmerzhafte Identifikation. Ninas innere Entwicklung ist mit einer großen Sensibilität beschrieben. Man zeigt, wie das Bedürfnis nach Anerkennung entsteht und wie schwierig es ist, Gewohnheiten zu verändern. Als Nina beginnt, eigene Grenzen zu erkennen, wird der Konflikt zwischen Angst und Selbstbestimmung deutlich.
Zwar ist Ninas Erzählperspektive prägend für den Roman, doch einige Kapitel werden aus der Perspektive von zwei ihrer Freunde, Aleks und Finn, erzählt. Die beste Freundin und Nachbarin Teo kommt aber nicht selbst zu Wort, obwohl sie die Figur ist, um die sich für Nina alles dreht. Die Sprache ist ruhig und sehr nah. Der Text wirkt wie eine reflektierende Innenschau. Im Mittelpunkt steht kein Lösungsversprechen, sondern das Bewusstwerden der eigenen Bedürfnisse. Das Buch lädt dazu ein, den eigenen Wert neu zu definieren und den Weg zurück zu sich selbst zu beginnen, dass ich Jugendlichen im Alter von 17 Jahren empfehle.
Für Euch gelesen und rezensiert

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