Mittwoch, 7. Januar 2026

Starke Wendungen, aber auch kleinen Schwächen

All We Lost Was Everything 

Sloan Harlow (Autor*in)

  • Altersempfehlung: ab 16 Jahren
  • ISBN: 978-3-7373-7465-1
  • Erscheinungstermin: 29.10.2025
  • Seiten: 416
  • Verlag: FISCHER Sauerländer

Covertext

Rezension 

All We Lost Was Everything nimmt uns mit auf eine buchige Reise nach Scottsdale, Arizona, wo wir River kennenlernen, deren Leben wortwörtlich einem Scheiterhaufen gleicht: Ein Brand, der ihrem Vater das Leben nahm und gleichzeitig alles zerstörte, was sie besaß. Eine Mutter, die verschwunden ist, ein neues Leben bei ihrer Tante in einer spärlichen Wohnung, dann plötzlich zwei Millionen auf ihrem Konto – und dazu noch ihr Ex, der unerwartet wieder auftaucht, sowie Logan, dieser unergründliche Typ von der Arbeit.

Zunächst einmal wird dieses Buch dem Trope Suspense endlich einmal gerecht, denn es gibt viele Ungereimtheiten, denen wir gemeinsam mit River auf den Grund gehen. Ich mochte die Storyline wirklich sehr, und man bekommt am Ende ganz klar den roten Faden präsentiert. Außerdem gab es unglaublich viele Zusammenhänge, was ich wirklich genial fand und was viel Überlegung erfordert. Hut ab an die Autorin!

Anfangs war ich wirklich geflasht und mir sicher, dass dies ein Highlight wird. Man wollte unbedingt wissen, welche Geheimnisse noch ans Tageslicht kommen – und am Ende kommt tatsächlich ALLES ans Licht. Allerdings liegt die Betonung hier wirklich auf am Ende. Dort kam dann irgendwie alles auf einmal zusammen, wo man vorher schon einiges hätte aufgreifen und lösen können. Das war mir persönlich zu viel. Dadurch konnte man nichts richtig sacken lassen, obwohl es einige Wendungen gab, die ich mir zwar schon gedacht hatte, die andere aber vermutlich überraschen werden. Leider hatte ich auch das Gefühl, dass die Autorin kurzzeitig in eine körperliche Spirale gerutscht ist, die kein Ende nehmen wollte.

Am meisten gestört hat mich jedoch, dass ich das Alter der Protagonisten überhaupt nicht einordnen konnte. Vielleicht stand es irgendwo und ich habe es überlesen. Ständig hatte ich das Gefühl, sie seien mitten im Leben, dann kam plötzlich etwas von einem Abschluss – das hat mich irritiert. Auch die Übersetzung fand ich eher semi. Das ständige „yeah“ wurde mit der Zeit einfach zu viel.

Trotz allem war es kein schlechtes Buch, und ich bin mir sicher, dass es den einen oder anderen aufgrund der starken Storyline und der gelungenen Suspense-Elemente noch mehr überzeugen wird.

Für Euch gelesen, rezensiert und empfohlen

Zeilenflüsterin / @plot.tweety

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