Dienstag, 22. September 2026

Ein spannender neuer Blick auf die Welt der Reihe mit Magie, alten Bekannten und einem neuen Protagonisten

Stadt der Brüder und Entführer

Judith Mohr

  • Altersempfehlung: ab 12 Jahren
  • ISBN: 978-3-551-58717-6
  • Erscheinungstermin: 31.08.2026
  • Seiten: 432
  • Verlag: Carlsen

Covertext

Zwei Brüder im Kampf gegen übermächtige Gegner: Der vierte Band der spannenden Bestsellerserie!

Der junge Moss ist als Sklave in Parnass an einen grausamen Herrn verkauft worden. Doch beim Versuch, sich vor ihm zu retten, entdeckt er ungeahnte magische Kräfte! Er hat Glück und findet eine Lehrmeisterin – doch nun holt ihn seine Vergangenheit als Taschendieb ein: Sein Bruder ist noch Teil der Diebesgilde und wird als Faustpfand benutzt. Moss wird mit ihm erpresst und soll magische Unterstützung bei Diebeszügen leisten. Bei dem Versuch, seinen Bruder zu retten, gerät er in einen gefährlichen Konflikt zwischen Magiern und Dieben. Als Moss dann plötzlich verschwindet, ruft seine Meisterin Cor und Jonathan zu Hilfe ...

Rezension 

Der junge Moss hat es nicht leicht. Er ist ein ehemaliges Mitglied einer Diebesbande und wurde nun als Sklave verkauft. Sein Meister ist hart und gemein. Erst als er vor seinem Herrn flieht und sich mit Magie hilft, wird er von einer anderen Magierin gefunden. Diese hilft ihm und pflegt ihn gesund. Auch bringt seine neue Meisterin ihm bei, wie er mit seiner Magie besser umgehen kann.

Langsam gewöhnt sich Moss an sein neues Leben. Doch es bleibt ernst. Denn nicht nur er selbst steckte in der Diebesgilde, sondern auch sein kleiner Bruder. Dieser wird von der alten Gilde als Druckmittel benutzt, damit Moss ihnen bei magischen Diebstählen hilft. Moss merkt, dass es ernst ist. Die Magier geraten in Alarmbereitschaft, nachdem er bei einem Zauber von seiner Meisterin erkannt wird.

Wird es Moss gelingen, seine Meisterin davon zu überzeugen, ihn nicht rauszuwerfen? Wird er seinen Bruder und sich endlich aus der Diebesgilde befreien können? Oder wird alles nichts helfen und sich am Ende nichts zum Guten wenden? Es geht um alles, denn wenn er seine Unschuld nicht beweisen kann, könnte er sein neues Leben unglaublich schnell wieder verlieren und damit auch seinen Bruder!

Da die Geschichte von Ro und Cor im letzten Band so gut wie auserzählt war, habe ich mich gefragt, wie es im neuen Band weitergehen soll. Nun, die Antwort liegt bei einem neuen Protagonisten, der in einer ähnlichen Situation steckt wie damals Cor.

Moss hat einen unglaublich beschützenden Charakter und ist nur bei der Gilde, um seinen kleinen Bruder zu beschützen. Nachdem seine Mutter erkrankt und gestorben ist, standen er und sein Bruder alleine da, sodass ihnen keine andere Wahl blieb, als sich der Diebesgilde anzuschließen, um nicht zu verhungern.

Das ist etwas, was in den Büchern bei all der Magie und dem fantastischen Setting immer wieder aus unserer Realität durchkommt. Alle gehen davon aus, dass es schlecht ist, ein Dieb zu sein, und man dafür bestraft gehört, sogar damit, ein Sklave zu werden. Jedoch scheint auch niemand etwas dagegen zu unternehmen, dass mittellose Kinder überhaupt auf der Straße landen, was im Kontext der Geschichte und für die Diebesgilde allgemein sehr wichtig ist. Denn nur dadurch, dass sich niemand um die Kinder kümmert, die auf der Straße landen, kommt es überhaupt dazu, dass diese der Diebesgilde beitreten.

Ansonsten war es sehr schön, einige liebgewonnene Charaktere wie Meister Fosell, Cor und Ro oder auch die im letzten Band eingeführten Kinder Tibbs und Lynn wiederzusehen. Außerdem gibt es einen schweren Konflikt zwischen der Diebesgilde und den Magiern und wir lernen eine interessante neue Person kennen: den Anführer aller Diebesgilden, den geheimnisvollen Prinzen, der das ganze System am Laufen hält.

Mir hat das Buch wieder sehr gefallen. Es war eine wunderbare Weiterführung der Geschichte und ein interessanter Einblick in das System der Diebesgilde. Wer jedoch wegen Cor und Ro die Bücher gelesen hat, sollte nicht zu viel erwarten, da ganz eindeutig Moss und sein Bruder hier stärker im Fokus stehen.

Ich kann dem Buch nur eine klare Empfehlung geben. Empfehlen würde ich es ab etwa 12 bis 13 Jahren.

Für Euch gelesen, zusammengefasst und empfohlen

Henry Rumbelle

Eine spannende Fantasygeschichte mit Drachen, Gefahren und einigen düsteren Momenten

Aerimander

Lily Berlin Dodd

  • Altersempfehlung: ab 11 Jahren
  • ISBN: 978-3-423-76649-4
  • Erscheinungstermin: 13.08.2026
  • Seiten: 348
  • Verlag: dtv

Covertext

Fantastische Wesen, eine unerschrockene Heldin und jede Menge Spannung

Eine epische Drachenfantasy ab 11 Jahren: Ein packendes Fantasy-Abenteuer über mächtige magische Kreaturen, Menschen, die sie als Waffe benutzen wollen und diejenigen, die sie um jeden Preis beschützen wollen.

In Porttown hält man die drachenähnlichen Aerimander für eine Legende. Doch dann gerät ein Aerimander-Ei in die Hände der zwölfjährigen Eva, was mehrere Verfolger auf den Plan ruft: Waisenjunge Dusty soll das Ei als Aufnahmeprüfung für die geheimnisvolle Diebesunion stehlen und der furchteinflößende Sicherheitschef des Königs hat es auf das tödliche Feuer des Aerimanders abgesehen. Vereint in ihrer Abneigung gegen die Regierung fliehen Eva und Dusty in den Wald und müssen dort gegen unheimliche Verbrecher und eine verrückte Wissenschaftlerin kämpfen, damit das Ei nicht in die falschen Hände gelangt. Doch immer mehr entwickelt sich ihre Reise zu einem Wettlauf gegen die Zeit. Denn was wird passieren, wenn der Aerimander schlüpft?

Rezension 

Dusty und Eva kennen sich nicht. Beide sind zwei Kinder, deren Leben sich unter normalen Umständen nie kreuzen würde. Dusty ist ein Junge aus dem Armenhaus in Schindelhain und Eva eine Tochter aus gutem Hause im Hügelhain. Eigentlich soll Eva ihre Ausbildung an der königlichen Mädchenakademie beenden, doch als Dusty sie im Auftrag der geheimen Diebesgilde, in die er aufgenommen wurde, bestehlen möchte, ändert sich alles.

Eva hat ein Ei gefunden. Ein Drachenei. Bald schon stellt sich heraus, dass dieses Ei für viele verschiedene Menschen von unermesslichem Wert ist. Nachdem Dusty und Eva durch ein unglückliches Missgeschick beide zu Hütern des Dracheneis gewählt wurden, ändert sich alles. Nun müssen die beiden das Ei und den Drachen um jeden Preis beschützen, damit sie nicht in falsche Hände geraten. Doch ob es ihnen auch gelingen wird?

Das Buch Aerimander: Der Letzte seiner Art von Lilly Berlin Dodd ist ein sehr schönes und sehr spannendes Fantasybuch für Jugendliche. Die Geschichte um das Drachenei und die verschiedenen Beweggründe der Figuren, die das Ei haben wollen, waren sehr spannend und gut geschrieben.

Die beiden Hauptprotagonisten Dusty und Eva haben mir auf unterschiedliche Art und Weise gefallen. Dass Dusty, der aus dem Armenhaus kommt, alles tun würde, um sich und den anderen Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen, aber auch bereit ist, jederzeit das Richtige zu tun, hat mir an seinem Charakter besonders gefallen. Er ist hilfsbereit und nett, aber auch entschlossen und tatkräftig geschrieben, was ihn zu einem besonders nahbaren Charakter macht. Auch Eva fand ich gut geschrieben.

Doch auch die anderen Figuren konnten in ihren Handlungen ausnahmslos überzeugen. Dr. Parnansus, der der Sicherheitschef des Königs ist, und die durch ihre Experimente langsam verrückt gewordene Dr. Foggs sind zwei der Gegenspieler im Buch, die sehr gut geschrieben waren.

Auch die Geschichte selbst konnte mich in jeder Minute mitreißen und begeistern. Das Einzige, was ein wenig verwirren könnte, sind die vielen Sichtwechsel zwischen den verschiedenen Figuren im Buch. Ansonsten konnte ich nichts bemängeln.

Ich würde das Buch jedem empfehlen, der gerne Fantasybücher mit Abenteuerelementen liest, die an einigen Stellen jedoch auch ein wenig düster werden. Empfehlen würde ich es ab etwa 11 Jahren.

Für Euch gelesen, zusammengefasst und empfohlen

Henry Rumbelle

Eine spannende und lustige Abenteuergeschichte über Freundschaft, Magie und Mut

Gwen und die Bibliothek der Wunder

Jeanne Birdsall

  • Altersempfehlung: ab 10 Jahren
  • ISBN: 978-3-551-55972-2
  • Erscheinungstermin: 13.08.2026
  • Seiten: 352
  • Verlag: Carlsen

Covertext

Eine magische Bibliothek voll unsichtbarer Wesen.

Gwen hätte nie zu träumen gewagt, dass der Sommer bei ihrem Großonkel solche Abenteuer für sie bereithält. Gleich am ersten Tag erkundet sie mit Hund Pumpkin die alte, geheimnisvolle Stadtbibliothek, in der kleine unsichtbare Wesen leben sollen. Sie heißen Lahdukan, erzählt das Nachbarsmädchen Julia, und Gwen ist ihre Schutzpatronin. Aber was es mit den Lahdukan auf sich hat und warum Gwen so wichtig für sie ist, übersteigt selbst ihre kühnsten Vorstellungen. 

Gwen erlebt einen zauberhaften Sommer und hat am Ende nicht nur eine neue Familie, sondern auch ein Zuhause voller Wärme und Freundschaft gefunden.

Rezension 

Da ihre Eltern keine Zeit haben und nicht wissen, was sie mit Gwen anstellen sollen, schicken sie ihre Tochter zu ihrem Großonkel, um dort ihre Ferien zu verbringen. Bei diesem angekommen, gibt es einiges zu sehen und zu tun. Gwen, die bisher immer Schwierigkeiten hatte und oft allein war, erlebt dort die schönsten Ferien ihres Lebens. Sie lernt von ihrem Großonkel das Schreinern und liebt es, mit ihm Doctor Who zu schauen oder Pokern zu lernen. Auch geht sie gerne mit dem Hund Pumpkin spazieren.

Genau so beginnt ihr Abenteuer. Mitten bei einem Spaziergang wird Gwen von Pumpkin bis zu einer geheimnisvollen Bibliothek gezogen. Dort erfährt sie Unglaubliches. Sie selbst soll die Hüterin der Bibliothek sein und von den Lahdukan, den kleinen Wesen, die in der Bibliothek leben, ausgewählt worden sein, diese zu schützen.

Gemeinsam mit einer Reihe neuer Kinderfreunde, denn Erwachsene können die Lahdukan nicht mehr sehen, und der ehemaligen Hüterin nimmt sie den Kampf gegen die „hungrigen Monster“ auf, welche die Bibliothek einreißen wollen. Ein spannendes und aufregendes Abenteuer beginnt!

Das Buch Gwen und die Bibliothek der Wunder hat mir sehr gut gefallen. Es hat viele spannende und aufregende Ideen, die die Geschichte interessant und lustig machen. Die Hauptfiguren waren allesamt gut geschrieben und auch die Nebenfiguren haben mir sehr gut gefallen. Besonders mochte ich den Hund Pumpkin, aber auch die kleinen Lahdukan. Vor allem Abarisuk, der eine enge Bindung zu Gwen aufbaut, habe ich sehr gemocht.

Die Idee, dass nur Kinder die Lahdukan sehen können, hat mir ebenfalls gut gefallen. So gibt es einige lustige Stellen im Buch, wenn Gwen und die anderen Kinder mit den Lahdukan interagieren, aber die Erwachsenen sich nur wundern, was die Kinder da eigentlich treiben.

Alles in allem ist es ein sehr schönes und spannendes Buch, in dem es um Freundschaft, Abenteuer und die Entscheidung geht, mutig zu sein. Ich würde das Buch jedem empfehlen, der freundschaftliche Abenteuergeschichten mit Magie und Humor mag.

Empfehlen würde ich es für etwa 10- bis 14-Jährige.

Für Euch gelesen, zusammengefasst und empfohlen

Henry Rumbelle

Ein spannender neuer Blick auf die Welt der Reihe mit Magie, alten Bekannten und einem neuen Protagonisten

Stadt der Brüder und Entführer Judith Mohr Altersempfehlung: ab 12 Jahren ISBN:  978-3-551-58717-6 Erscheinungstermin: 31....